Benedikt Meyer präsentiert «Alberts Tour»: In seinem neuen Buch ist er der Reise seines Grossvaters gefolgt. Wie Albert überwand er Pässe und Wanderwege und stellte sich schwierigen Fragen.
Bibliothek Bottmingen
Schlossgasse 10, Bottmingen
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Alberts Tour
Im Sommer 1939 verschwand Albert Meyer, 39
Jahre, verheiratet, Vater zweier Töchter, Unternehmer in zweiter Generation –
und Grossvater des Autors. Albert schwang sich auf sein Fahrrad und machte sich
auf den Weg. Er fuhr dem drohenden Krieg davon, seinen Sorgen und seinem
Weltschmerz. Einfach los, die Familie und die Arbeit zurücklassend. Er fuhr
über 700 Kilometer durch die Schweiz, überquerte mit seinem Dreigänger mehrere
Alpenpässe und befasste sich mit seiner Rolle in einer unsicheren Zeit. Bis er Ruhe,
Klarheit und Zuversicht fand. Dann kehrte er zurück. Dies ist seine Geschichte.
Und die seines Enkels, der die Reise Jahrzehnte später – auch mit drei Gängen –
wiederholt, zunächst ohne einen tieferen Sinn darin zu erkennen. Erst im
Nachhinein, als er selbst an einem Wendepunkt im Leben steht, eröffnet sie ihm
neue Perspektiven.
Benedikt Meyer ist Historiker, Schriftsteller und Kabarettist. Und er ist jemand, der sich lustvoll, augenzwinkernd und unkonventionell mit Geschichte beschäftigt. Mit seinem «historischen Kabarett» tourt er über die Schweizer Kleinkunst-Bühnen und wirft erfrischende Blicke auf Vergangenheit und Gegenwart. Aktuell ist er mit seinem neuen Programm «Plusquamperfekt - Kurioses von vorgestern» unterwegs.
Nach Studium, Doktorat und Wanderjahren begab er sich für seinen literarischen Erstling auf die Spuren seiner Urgrossmutter, die mit gerade mal 19 Jahren in die USA auswanderte. «Nach Ohio. Auf den Spuren der Wäscherin Stephanie Cordelier» ist ebenfalls im Zytglogge-Verlag erschienen. Mit «Alberts Tour» sucht Meyer nun in seinem zweiten Roman die Begegnung mit seinem Grossvater – und mit einer eigenartigen Episode in dessen Biografie.